frauen in die technik
ams oö vergibt den award 2005
Das AMS OÖ vergab zum zweiten
Mal den AMS Award an Partnerunternehmen, die engagiert für mehr Frauen
in technischen Berufen eintreten. Die Preisträger sind die Awender
Kunststofftechnik GmbH in Neukirchen/Enknach (BR), die EV Group
E. Thallner GmbH (EVG) in St. Florian/Inn (SD) und die voestalpine
Stahl GmbH in Linz.
Das AMS OÖ verfolgt seit 2002
das Ziel, mehr Frauen in technische Berufe zu vermitteln. Daher fördert
es Mädchen in Lehrberufen mit geringem Frauenanteil und die qualifizierte
Ausbildung von Frauen in neuen Berufsfeldern. Die Information und Beratung
von lehrstellensuchenden Mädchen und Wiedereinsteigerinnen nach der
Babypause sollen zudem das Interesse von Frauen an technischen Berufen
wecken. Im Jahr 2004 vermittelten die MitarbeiterInnen des AMS OÖ 130
lehrstellensuchende Mädchen und 302 arbeitsuchende Frauen in technische
Berufe. Gegenüber 2003 bedeutet dies einen Anstieg um 58 Prozent.
ing. birgit awender
(awender gmbh), peter hofmann (evg), petra lehner (moderatorin), dir.
heinz rittenschober (voestalpine) und dr. roman obrovski (ams oö) bei
der verleihung des awards 2005

engagierte unternehmen
Ohne die tatkräftige Mithilfe zahlreicher
Unternehmen im gesamten Bundesland wäre diese erfolgreiche Entwicklung
nicht möglich gewesen. Als Anerkennung für diese Leistungen vergab das
AMS OÖ am 4. März den Award für Frauen in die Technik an engagierte
Unternehmen in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetriebe.

awender
Die Firma Awender (Sieger in der Kategorie
Kleinbetriebe) ist spezialisiert auf Kunststofftechnik - konkret auf
Spritzguss und Formenbau. Das Unternehmen ist in den Segmenten Sport,
Freizeit, Bauen, Wohnen, Fahrzeugelektrik, Maschinenbau und Rohrpost
tätig und hat zahlreiche namhafte Kunden aus dem oberösterreichischen
Raum, aber auch aus Italien und Deutschland. "Bei der Lehrlingsausbildung
ist es von Vorteil, Mädchen zu nehmen", berichtet Geschäftsführerin
Ing. Birgit Awender. "Sie sind eigenverantwortlicher und selbstständiger
als Burschen. Wir haben 20 Mitarbeiter und einen Frauenanteil von mehr
als 50 %. Die Mehrzahl ist in der Produktion tätig. Zwei Frauen setzen
wir als Fachkräfte im technischen Bereich ein."

evg
Die EVG (Sieger in der Kategorie Mittelbetriebe)
ist ein international tätiges Unternehmen und baut Spezialmaschinen
für die Mikrosystemtechnik. Neben zwei Standorten in Oberösterreich
(St. Florian/Inn und Andorf) bestehen Tochterunternehmen in Deutschland,
USA, Japan und Taiwan sowie zahlreiche Repräsentanzen. Das Unternehmen
beschäftigt 340 MitarbeiterInnen, davon 290 in Oberösterreich. "Wir
haben in den letzten zwölf Monaten 60 Mitarbeiter eingestellt, davon
40 in Österreich", berichtet Peter Hofmann, Executive Vice President
and CFO von EVG. "Wir werden auch nächstes Jahr weiter wachsen. Die
nachhaltigsten Erwartungen haben wir sicher in Asien."
Die Belegschaft ist sehr jung (Durchschnittsalter:
29 Jahre). In der Forschung und Entwicklung arbeiten fünf Frauen bei
EVG; in der Fertigung und im Kundendienst sind knapp 20 Frauen beschäftigt.
Sie verfügen zum Großteil über einen HTL- oder Fachschul-Abschluss,
zum Teil über einen Lehrabschluss in einem technischen Beruf.

voestalpine
Die voestalpine (Sieger in der
Kategorie Großbetriebe) bildet seit 2003 verstärkt weibliche Lehrlinge
aus. Im Lehrberuf ProduktionstechnikerIn beträgt der Frauenanteil bereits
ein Drittel. Frauen arbeiten insbesondere in Forschung und Entwicklung,
Verkauf und Mechatronik. Prokurist Heinz Rittenschober schätzt die Stärken
von gemischten Teams: "Das Arbeitsumfeld wird insgesamt produktiver.
Die Beziehungsorientierung der Frauen beeinflusst den Teamentwicklungsprozess
positiv, Frauen denken stärker vernetzt. Und Frauen verfügen über hohe
Führungsqualitäten und zeigen besondere Organisations- und Improvisationsgabe." |