Softwareentwicklung wird von EU und Unternehmen mit insgesamt 1,3 Millionen € gefördert.
Kunststoff-Firmen holen EU-Projekt nach Oberösterreich


Linz. Kunststofftechniker aus Oberösterreich ziehen ein EU-Forschungsprojekt an Land, das der gesamten Branche Vorteile bringen kann.
Der Hintergrund: Die Simulation bei der Bauteilentwicklung gilt auch in der Kunststoffverarbeitung als Technik der Zukunft.
Doch bei kleinen und Mikrobauteilen fehlt eine dafür passende Software. Diese soll nun unter Projektleitung von Florian Altendorfer vom Technischen Büro Polyconcent aus St. Marien und dem Kleinbetrieb Awender Kunststofftechnik aus Neukirchen entwickelt werden. Mit von der Partie ist auch der Schwanenstädter Formen- und Werkzeugbauer Camo. Insgesamt sind 13 europäische Partner involviert die EU fördert das Projekt mit 606.000 €. Auch die Unternehmen zahlen in den Topf ein, sodass für zwei Jahre ein Gesamtbudget von 1,3 Millionen € bereitsteht. Da für die Software noch spezielle Materialuntersuchungen benötigt werden, sind die Universitäten Linz, Leoben, Aachen und die holländische TNO mit an Bord. „Damit ist es erstmals gelungen, die kunststoffrelevanten Institute von Holland, Deutschland und Österreich zusammenzuspannen“, sagt Altendorfer.
Den Forschern steht ein Konsortium von sieben europäischen KMU gegenüber, unter ihnen der deutsche Marktführer bei Kleinstteilen, Weisser + Griesshabe.
Birgit Awender erhofft sich vom EU-Projekt eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz aus Fernost und Osteuropa. (sail)


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